Das Geheimnis hohen Alters?

 

 

13. Mai 2026

Wie, das haben Wissenschaftler in den vergangenen Jahren in jenen Regionen dieser Welt erforscht, in denen Menschen außergewöhnlich lange leben und sich dabei guter Gesundheit erfreuen. Zu diesen „Blue Zones“ genannten Regionen gehören zum Beispiel die japanische Insel Okinawa, der Bezirk Nicoya in Costa-Rica, die Stadt Loma Linda in Kalifornien und die griechische Insel Ikaria. Daß die Menschen in diesen Gegenden der Erde überdurchschnittlich alt werden, liegt aus Sicht der Forscher vor allem an neun Faktoren:

Natürliche Bewegung, Erkennen eines Lebenssinns, Glaube, Familienbande, echte soziale Netzwerke, wenig Streß, wenig Alkohol, moderate Nahrungsaufnahme und eine weitgehend pflanzenbasierte, in erster Linie regionale Ernährung. ……

 

Die Ernährung der alten Menschen auf Okinawa ist reich an Ballaststoffen, Antioxidantien, Bitterstoffen und Soja; auf Sardinien dagegen schwören die dort lebenden Alten auf ihre Minestrone (Gemüsesuppe). Die Hundertjährigen auf der griechischen Insel Ikaria wiederum ernähren sich mediterran, trinken Kräutertees aus verschiedenen Salbei- und Malvenarten und genießen ab und an einen Schluck nach alter Tradition selbst hergestellten Weins. Völlerei ist den alten Menschen in den „Blue Zones“ fremd: Sie ernähren sich nach der 80-Prozent-Regel und lassen bewusst eine Lücke zwischen Hunger- und Sättigungsgefühl. Die Japaner auf Okinawa nenn diese Regel nach einem 2500 Jahre alten konfuzianischen Mantra auch „hara hachi bun me“.

 

[aus „URHEIMISCHE NOTIZEN 1/2025“]

 

Ernährung und Lebensführung

13. Mai 2026

Daß Ernährung und Lebensführung auf den Altersprozeß tatsächlich einen großen Einfluß haben, sagt nicht nur Aristoteles, sonder auch eine Studie, die 2021 im Fachmagazin Aging veröffentlicht wurde. Dazu wurden gesunde Männer im Alter zwischen 50 und 72 Jahren beobachtet, die die Vorgabe hatten, mindestens sieben Stunden pro Tag zu schlafen, sich täglich mindestens 30 Minuten zu bewegen, regelmäßige Atemübungen durchzuführen und eine nährstoffreiche Ernährungsweise zu befolgen, die aus viel Gemüse sowie wenig tierischen Eiweißen und Kohlenhydraten bestand.

Nach acht Wochen zogen die Forscher Bilanz. Das Ergebnis: Das epigenetische Muster in der DNA der Probanden hatte sich deutlich verändert; sie waren im Schnitt 1,96 Jahre jünger geworden, während die Teilnehmer einer Vergleichsgruppe mit unverändertem Lebensstil im gleichen Zeitraum um 1,27 Jahr gealtert waren.

 

[aus „URHEIMISCHE NOTIZEN 1/2026“]

4 Tipps, die positiv auf Alterungsprozesse und Lebensqualität wirken

15.11.25

01 Durch ausreichende Bewegung in Form von moderaten Ausdauerformen wie (Nordic-)Walking, (Aqua-)Jogging, Wandern oder Schwimmen und auch ein entsprechend dosiertes (Maximal-)Krafttraining können wir dazu beitragen, Entzündungsprozesse zu verhindern oder zu reduzieren.

02 Ernähren Sie sich abwechslungsreich und ausgewogen. Reduzieren Sie Lebensmittel mit zugesetztem Zucker, Fleisch/Wurst (dafür Fisch), zu viel Salz, schlechte Fette, Alkohol und zuckerhaltige Getränke (auch Fruchtsäfte) und Süßigkeiten.

03 Sorgen Sie für einen guten und ausreichenden Schlaf. Im Schlaf findet unsere Regeneration statt. Das gehirneigene Säuberungssystem (das glymphatische System) braucht genauso wie der Körper die Ruhephase, um abgestorbene und damit schädliche Zellen abzutransportieren und neue Zellen aufzubauen.

04 Schützen Sie sich vor UV- und Röntgenstrahlung. Beides ist Belastung für unsere Zellen und wirkt negativ auf unsere Telomere.

[Kneipp-Journal November 2025]

 

 

Untätigkeit schwächt, Übung stärkt, Überlastung schadet.

Die moderne Lebensweise kann Untätigkeit fördern – im Sinne eines deutlichen Mangels an körperlicher Bewegung. Lange Sitzzeiten im Büro, wenig Bewegung im Alltag und eine Freizeitgestaltung, die häufig von digitalen Medien geprägt ist, führen zu einem Bewegungsmangel, der langfristig die Gesundheit schwächt. Rückenschmerzen, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige der möglichen Folgen. Doch auch psychische Belastungen wie Stress und depressive Verstimmungen werden durch Inaktivität begünstigt. Ein aktiver Lebensstil ist daher essenziell, um Körper und Geist gesund zu halten. Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin, betont, dass etwa 91 % des Alterungsprozesses durch individuelle Lebensgewohnheiten beeinflusst werden können, während genetische Faktoren nur eine untergeordnete Rolle spielen. Michalsen unterstreicht die Bedeutung einer gesunden Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Fastenpraktiken für ein gesundes Altern. Er betont, dass ungesunde Lebensgewohnheiten oft innerhalb von Familien weitergegeben werden, was zu der fälschlichen Annahme führen kann, dass genetische Faktoren eine größere Rolle spielen als es tatsächlich der Fall ist. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass jeder Einzelne durch bewusste Lebensstilentscheidungen maßgeblich zu seiner Gesundheit und Langlebigkeit beitragen kann.

[Kneipp-Journal März 2025]